Kastanie in der Literatur und als Parkettboden
Unter anderem in der Literatur findet die Kastanie Beachtung. So lässt sich der Autor und Dichter Klausens ausführlich über die Esskastanien aus, und allgemein ist die Kastanie ein Symbol für Jesus Christus oder Jungfräulichkeit. In der Architektur und beim Einrichten interessiert uns die Kastanie eher als Massivholzboden verarbeitet.
Die Edelkastanie stammt ursprünglich aus Asien, und ist seit einigen tausend Jahren auch in Nordafrika und in Europa verbreitet. Die Bäume werden 20 bis 25 Meter hoch und haben eine Stammdicke von etwa 4 Metern. Im Extremfall können sie sogar bis zu 1000 Jahre alt werden. Das Holz der Kastanie ist hellbraun und der Splint schmal grauweiß. Die Maserung erinnert an die der Eiche. Die Kastanie lässt sich ausgezeichnet verarbeiten, das Holz ist hart und elastisch, und nimmt Lacke und Farben sehr gut auf. Außerdem ist es bereits ohne spezielle Behandlung recht wasserbeständig, und eignet sich daher sogar für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie zum Beispiel das Badezimmer. Das alles macht die Kastanie ideal für die Verwendung als Massivholzboden. Schon mehrere große Parketthersteller in Europa haben sich komplett von Tropenholz verabschiedet und greifen ausschließlich zu heimischen Bäumen, die wieder aufgeforstet werden, und zeigen damit ökologisches Verantwortungsbewusstsein.
Mit der Edelkastanie kann man einen ebenso langlebig wie hochwertigen Parkettfußboden herstellen. Das Holz ist strapazierfähig und steht in der Qualität den Tropenhölzern in nichts nach. Der Parkettboden wird entweder verklebt oder verschraubt, oder aber schwimmend verlegt. In jedem Falle wertet das Kastanienholz jeden Raum merklich auf, und kann einen schönen farblichen Kontrast zu heller Einrichtung herstellen.