Die Kastanie als Massivholzboden
Die Australische Kastanie ist zwar eine beliebte Zimmerpflanze, die Zucht ist anspruchsvoll und auch ihre Frucht ist essbar, zur Weiterverarbeitung zu Massivholzböden ist sie jedoch nicht geeignet. Dazu bietet sich eher die Edelkastanie an, wie sie in Nordafrika und Europa verbreitet ist. Ursprünglich stammt sie übrigens aus Asien.
Das Holz der Edelkastanie ist hart und trotzdem elastisch, und lässt sich hervorragend verarbeiten. Auch ohne chemische Behandlung ist es sehr widerstandsfähig und wasser- sowie witterungsbeständig. Die Maserung ist ausgeprägt und erinnert an die der Eiche, und die Farben sind kräftig. Die Trittgeräusche sind niedrig, und das Holz fühlt sich sehr angenehm unter den Füßen an. Damit ist die Kastanie ein beliebtes Holz für Parkettböden, und immer mehr Hersteller entdecken das Holz für sich. Dabei ist dessen Verwendung ökologisch vertretbar, da die Bäume wieder aufgeforstet werden. Daher haben sich bereits mehrere große Parkettbödenhersteller in Europa dazu entschieden, jegliches Tropenholz aus ihrem Sortiment zu werfen, und nur noch auf einheimische Bäume zurückzugreifen, mit denen man die selbe Qualität und Langlebigkeit erreichen kann, wie mit Tropenhölzern.
Die Kastanie ist ein gutes Beispiel für einheimische, hochwertige Hölzer, das Holz ist sehr robust und strapazierfähig, und nimmt außerdem Lacke und Farben sehr gut an. Mit der hohen Wasserbeständigkeit kann man Kastanie sogar problemlos in der Küche oder sogar dem Badezimmer verlegen, und damit ein angenehmes Klima in diesen Räumen erzeugen. Abgesehen davon ist das Parkett auch noch recht günstig und eignet sich mit seinen sehr dünnen Fugen besonders gut für Fußbodenheizungen, da die Wärme ideal verteilt wird.